Was ist überhaupt ein Nationalpark?

Ein Nationalpark ist ein Gebiet, welches besonders vor Eingriffen und Einflüssen der Zivilisation geschützt wird. Meist wird ein Nationalpark dort ausgewiesen, wo die Natur als besonders schützenswert angesehen wird. Die Idee, einen Nationalpark auszuweisen, geht bis auf das frühe 19. Jahrhundert zurück. Der erste Nationalpark weltweit wurde 1864 in den USA gegründet.

Und warum gerade das Wattenmeer?

Das Wattenmeer ist ein Lebensraum auf den zweiten Blick. Was im ersten Moment wie eine öde Schlickwüste aussieht, ist in Wirklichkeit einer der produktivsten Lebensräume in Europa. Im Wandel der Gezeiten wird das Gebiet ständig überflutet und fällt wieder trocken. Eine ganz besondere Tier- und Pflanzenwelt ist hier entstanden, die sich mit der Zeit optimal an diese Bedingungen angepasst hat. Neben Würmern, Krebsen, Muscheln finden sich hier auch viele Vogelarten, die von diesem Artenreichtum profitieren. Zu den Hauptzugzeiten nutzen über 9 Millionen Vögel das Wattenmeer als Drehscheibe und Rastplatz für ihre Reise.


Logo Weltnaturerbe Wattenmeer

Dieser ganz besondere Lebensraum ist mit Sicherheit weltweit einzigartig - und das hat im Juni 2009 auch die UNESCO anerkannt:
Seit diesem Jahr ist der Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer, zusammen mit dem Schleswig-Holsteinischen Wattenmeer und der gesamten niederländischen Nordseeküste zum UNESCO Weltnaturerbe erklärt worden. Mehr dazu erfahren Sie hier.